[Rezension] Die Magie der Namen – Nicole Gozdek

ivi | 368 Seiten | ISBN 9783492703871 | Hardcover | 16,99 Euro

Auf das Buch „Die Magie der Namen“ von Nicole Gozdek bin ich über das ivi-Frühjahrsprogramm aufmerksam geworden: Simpler – aber interessanter – Buchtitel, ansprechendes Cover und eine spannende, fantasievolle Beschreibung. Und so stand meine Entscheidung fest: Ich wollte es unbedingt haben!

Der 16-jährige Nummer 19 träumt insgeheim davon, als Erwachsener ein Held und bedeutender Name zu werden. Die 19 hat ihm in seinem Leben bisher kein Glück gebracht. Doch als der Tag der Namensgebung endlich gekommen ist, lösen sich seine Hoffnungen in Unglauben auf. Er erhält einen Namen, den keiner zu kennen scheint. Wer ist dieser Tirasan Passario, dessen Namen er für den Rest seines Lebens tragen wird? Nur das große Namensarchiv in der Hauptstadt Himmelstor kann ihm Auskunft geben. Gemeinsam mit dem Krieger Rustan Polliander und dessen Freunden macht er sich auf in die weit entfernte Stadt. Doch die Reise entpuppt sich als gefährlicher als erwartet. Namenlose und dunkle Verfolger trachten der Gruppe nach dem Leben. Und auch sein eigener Name hält noch einige Überraschungen für Tirasan bereit …

Mein erster Eindruck: Das Buch findet an einer spannenden Stelle ihren Einstig und zwar mitten im Geschehen: Der Tag der Namensgebung. Ich war sofort von der Story gepackt! Denn Nummer 19, später Tirasan, macht einen netten, bodenständigen Eindruck. Aus seiner Sicht wird die Geschichte erzählt. Nur zu Beginn hat er ein paar nervige Wutausbrüche, die ich nicht ganz nachvollziehen kann. Doch als er begreift, das er wirklich Menschen um sich hat, die ihn auf einmal schätzen, wird er lockerer und offener.

Charaktere & Handlung: Die Geschichte hat etwas Mittelalterliches an sich. In Kombination mit der Magie, ist es eine interessante Mischung. Aber ist nicht ganz so arg beschrieben, wie zum Beispiel in einem Bernhard Hennen-Roman, sondern lockerer. Die Reise der jungen Protagonisten ist sehr spannend und birgt immer wieder überraschende Wendungen. Besonders da sich Tirasan und Baro anfangs wenig verstehen – allein schon wegen der Fede aus Kindertagen. Nur manchmal zieht sich die Handlung ein wenig, besonders gegen Ende. Doch das Ende an sich, wird ziemlich schnell abgehandelt, das fand ich wiederum etwas schade.

Zur Buchgestaltung: Das Buch ist wirklich mit Liebe gestaltet. Schöne Kapiteleinfuhren, tolle geschwungene Überschriften, nur an die Schrift musste ich mich etwas gewöhnen. Das Cover und den braunen Einband mit er Goldprägung finde ich wunderschön und stimmig. Das Buch hat auch ein Lesebändchen, das ich sehr zu schätzen weiß. Irgendwie fehlt mir dieser kleine praktische Begleiter bei vielen Hardcovern heute. Außerdem lag im Buch ein Lesezeichen – passend zur Buchoptik – ein kleines Goodie, wenn man sie will.

Insgesamt hat mir die Geschichte sehr gefallen. Bis auf ein Liebesgeständnis, das etwas fehl am Platz war. Aber lest selbst! Das Buch kann man übrigens auch bequem mobil auf dem Handy weiterlesen – dank papego! Ich habe die App ausprobiert und es klappt wirklich prima!


Vielen Dank an den Piper Verlag für dieses tolle Leseexemplar! Ich habe mich sehr gefreut!

[Rezension] FOXGIRLS von Sabine Städing

cbt Verlag | 304 Seiten | ISBN 9783570163795 | Hardcover | 12,99 Euro

Diese Rezension ist auch auf meinem Buchblog „Die Bücherschubsen.in“ erschienen.

Wie bin ich auf das Buch „FOXGIRLS“ von Sabine Städing aufmerksam geworden? Durch das wunderschöne Cover! Ich finde die Farben und die Gestaltung einfach wunderschön. Der Klappentext klang ebenfalls ganz interessant und so war es um mich geschehen: Ich wollte dieses Buch lesen!

Zur Handlung: Puder und Bonnie sind beste Freundinnen und machen einfach alles zusammen. Keiner kennst St. Pauli besser als die beiden. Und so entdecken sie bei einer ihrer Unternehmungen einen verletzten Fuchs. Sie wollen dem verletzten Tier helfen, werden aber ausversehen von ihm gebissen. Trotz Tollwut-Impfung gesehen seltsame Dinge: Ihre Haare verfärben sich und ist es nur Einbildung oder kann der Fuchs auf einmal sprechen? Von da an lernen die Mädchen ihr Hamburg von einem komplett anderen Blickwinkel kennen. Denn in der Stadt wimmelt es nur von magischen Geschöpfen. Und Puder und Bonnie gehören von nun an dazu, denn durch den Biss des Fuchses können sie sich jetzt selber in Fuchsgeister verwandeln.

Meine Meinung: Das Buch ist für Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren, daher muss man mit 28 Jahren natürlich seine Ansprüche erst mal ein bisschen herunterschrauben. Dies ist mir auch ganz gut gelungen, denn das Buch hat mir gut gefallen. Die Tatsache, das die Geschichte in Hamburg spielt, geht aus der Zusammenfassung auf dem Buchrücken nicht hervor. Aber genau das macht dieses Buch für mich so besonders. Ich war selbst vor zig Jahren mal in St. Pauli und als Mensch, der seine Wurzeln im Norden hat, ist es einfach toll von der Stadt & Nordsee zu lesen. Fernweh pur!

Am Anfang hatte ich ein bisschen das Problem, die beiden Hauptfiguren auseinander zu halten. Denn sie waren irgendwie etwas sehr ähnlich und bei den wechselnden Haarfarben kam es erstmal zur Verwirrung. Doch die Tatsache, dass das Buch aus der Sicht von Puder geschrieben ist, macht es dann wieder leichter. Die Mischung aus Fantasie, Liebe und dem echten Hamburg finde ich einfach klasse! Die Autorin lebt selbst in Hamburg und das merkt man, die Kulissen scheinen mir greifend nah.

Mein Fazit: Die Mischung hat’s gemacht! Denn die war sehr gut! Der Spannungspegel durchgehend und ich hatte keine Hänger zwischen drin. Ich hätte mir nur gewünscht, dass die Hauptcharaktere vielleicht etwas unterschiedlicher gewesen wären. Ein bisschen nach dem Motto: Gegensätze ziehen sich an. Das hätte dem Buch vielleicht ein bisschen mehr „Pep“ gegeben. Denn sofern es nicht um Jungs geht, finde ich, sind sich die zwei sehr gleich. Außer das Puder etwas mutiger und spontaner scheint.

Vielen lieben Dank an den cbt Verlag, der mir dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat!

[Rezension] Der Glasmurmelsammler

Wie ich schon im Bericht zur Lesung von Cecelia Ahern verraten habe, ist „Der Glasmurmelsammler“ das erste Buch, das ich von ihr lese. Ich habe es nicht so mit tragischen Liebesgeschichten und bislang sind mir nur solche Werke von ihr in die Hände gefallen. Doch in diesem Buch geht es nicht in erster Linie um Liebe, sondern um Familiengeheimnisse. Und das hat mich dann doch neugierig gemacht!

Zur Story: Sabrinas Vater hatte einen Schlaganfall und lebt seit dem in einem Pflegeheim. Eines Tages bekommt er ein paar Kisten mit seinen alten Sachen geschickt, doch Sabrina fängt sie ab. Und der Fund ist unglaublich: Eine Murmelsammlung im Wert mehrerer tausend Euro! Doch leider ist die Sammlung unvollständig. Sabrina wusste nichts über die Sammelleidenschaft ihres Vaters und er nun leider auch nicht mehr. Sie möchte die Sammlung wieder vervollständigen und sucht nach den verschollenen Glaskugeln. Doch auf ihrer Suche entdeckt sie weit mehr, nämlich einen anderen Mann, als der, der sie angeblich großgezogen hatte. Wer ist der Mann, der leidenschaftlich Murmeln gesammelt hat?

Nach was streben wir im Leben? Erinnerungen zu schaffen? Etwas wirklich denkwürdiges zu tun? Dieser Wunsch steckt vermutlich in jedem von uns. Aber was ist, wenn man sich selbst nicht mehr an das erinnern kann? Eine schreckliche Vorstellung.

Sabrinas Vater hat Erinnerungen und denkwürdige Taten vollbracht, aber auch Fehler gemacht. Ein großer Fehler war vermutlich, seine Familie an diesen Augenblicken nicht teilhaben zu lassen. Denn Sabrina deckt diese Geheimnisse Stück für Stück in der Geschichte auf. Teilweise muss sie staunen, aber  sich auch manchmal Fragen: Wer war der Mensch, der sich als mein Vater ausgab? Und warum hat er so viel verschwiegen? Und wie wirkte sich das Ganze auf sie selbst aus? Denn Sabrina hat es selbst nicht leicht. Sie ist unzufrieden mit sich und ihrem Leben, aber weiß nicht genau warum.

Die Geschichte – oder besser die Geschichten – werden aus zwei Perspektiven geschrieben. Die Geschichten aus dem Leben des Vaters und die Gegenwart aus Sabrinas Sicht. Sie sind unterteilt in „Badeordnung“, da Sabrina in einem Schwimmbad arbeitet und „Murmelspiele“, dem Hobby ihres Vaters. Doch es geht um weit mehr als Baderegeln und Kinderspiele.

Sabrinas Vater musste viel durchmachen, denn er ist in sehr armen irischen Verhältnissen groß geworden. So etwas können wir uns nicht vorstellen, aber mal ehrlich, ich kann mir auch die damaligen Verhältnisse meiner Eltern nicht vorstellen. Ich finde es toll, wie sehr sich die Autorin in die damaligen Verhältnisse eingefunden hat und wie sie die Geschichte erzählt.

Ich habe das Buch gerne gelesen. Es war angenehm leicht zu verstehen, man hat gemerkt, wie gut die Autorin für das Thema recherchiert hat und wie gut sie sich in die Personen hineinversetzten kann. Die Spannung kam durch die ungelüfteten Geheimnisse zu Stande, die STück für Stück aufgedeckt wurden.

Einen kleinen Minuspunkt habe ich: Ich hätte mir gern zwei oder drei Kapitel mehr geünscht. Die Geschichte war dort für mich noch nicht zu Ende.