Frankfurt mal von einer anderen Seite

Bis vor kurzem habe ich noch nicht viel von Frankfurt gesehen gehabt, außer dem Hauptbahnhof und den Messehallen. Doch da meine Freundin aktuell wieder Blockunterricht auf dem Frankfurter Media Campus hat und eine Band in der Stadt spielte, die uns beiden gefiel, waren die Tickets schnell gebucht! Übernachten durfte ich auch direkt auf dem Campus. Dort lernen die Azubis unterschiedliche buchige Berufe und ja, das Thema „Buch“ ist dort in allen Ecken zu finden. Eine interessante Bibliothek, überall liebevoll hergerichtete Leseecken und und und… aber die Bewohner des Campus haben auch gemütliche Gemeinschaftsräume, einen Billiardtisch und eine Kaffeebar. Abends geht es eher feierlich dort zu.

Doch wir waren auf eine ganz bestimmte Party geladen oder eher auf ein Konzert! Die Pop/Rock-Band „Against the Current“ spielte im Batschkapp in Frankfurt. Vom Campus war es eine Strecke von 2 Kilometern, die wir bei schönem Frühlingswetter zu Fuß bewältigten. Es war ein kleines Konzert in einer kleinen Location, aber woah… wie lange war ich schon nicht mehr auf einem Konzert? Ein paar Jahre ist es her. Wir haben eigentlich recht gute Plätze im vordern Teil bekommen, doch mussten uns über manche Dreistigkeit wundern, wie andere Leute versucht haben uns diesen streitig zu machen. Aber an sich war das Konzert wirklich toll! Zuerst spielte die britische Vorband „Roam“ und nach einer kurzen Pause ging es weiter zum Hauptact! Was soll ich sagen? Tolle Akustik, stimmige Lichteffekte und eine grandiose Ausdauer der Bandmitglieder! Ich hätte es so gut wirklich nicht erwartet. Und was wundern sich die Engländer und Amerikaner? Warum „Wasser classic“ mit Kohlensäure versetzt ist! Denn was ist daran bitte klassisch? Wir haben sehr gelacht!

Nach dem Konzert haben wir einen kleinen Umweg um einen noch offenen Rewe gemacht, haben uns einen Hugo und etwas zu Knabbern gekauft und haben uns im Gemeinschaftsraum gemütlich gemacht. Nach einen DVD-Abend ging es am Samstag gleich wieder früh raus. Und zwar auf die Frankfurter Zeil, sprich die Frankfurter Shoppingmeile.

Zu Beginn haben wir uns mit einem Frühstück bei Starbucks gestärkt. Anschließend sind wir natürlich shoppen gegangen! Es gibt ein sehr modernes Kaufhaus – MyZeil – mit einer seeeeehr langen Rolltreppe! Nichts für schwache Nerven und am besten nicht runter gucken! Der Hugendubel war auch wunderschön! Da kann sich ein Bücherwurm wirklich verirren! Eine Pause legten wir auf dem Rückweg ein, wo wir bei „Zeil 51“ belgische Pommes gegessen haben. Super lecker! Und nach gut 4 Stunden auf er Shoppingmeile waren wir auch sehr kaputt und ich habe langsam die Rückreise nach Stuttgart angetreten. Im Bahnhof haben wir einen sehr preiswerten Buchladen in den unteren Ebenen gefunden, der sogar sehr neue Bücher bereits gemängelt anbietet. Ich war im Paradies!

Fazit: Es war ein schöner Trip – mal ein bisschen Abwechslung zum Alltag. Ich hoffe, noch einige solcher kurzen Ausflüge dieses Jahr machen zu können. Immerhin war ich schon in Frankfurt, am Bodensee und in Holland!